„Die Frau in Schwarz“ ist die Kino-Version eines Schauerromans, in welcher Daniel Radcliffe sein großes Post-Potter-Debüt gibt.
Natürlich hat sich der Darsteller des berühmtesten Zauberlehrlings aller Zeiten längst auch in anderen Rollen bewiesen und unter anderem am Theater beachtliche Erfolge feiern können. Doch der Geister-Horror „Die Frau in Schwarz“ ist nach dem letzten Teil der „Harry Potter“-Reihe nun einmal seine erste Kino-Hauptrolle – Und mit ihr macht Daniel einen großen Schritt, denn auch wenn die Potter-Filme zuletzt immer düsterer wurden, zeigt er sich in der Rolle eines von Geistern verfolgten Nachlassverwalters noch um einiges erwachsener.
Mit den Nominierungen für die Academy Awards 2012 ist der Höhepunkt der aktuellen Filmpreis-Saison eingeleitet worden. Mit Spannung erwarten wir nun die Verleihung am 26. Februar.
Nur eine gute Woche nach der Verleihung der Golden Globes wurden nun die Nominierungen für die Academy Awards 2012 bekannt gegeben. In vielerlei Hinsicht halten sich die Oscars an eine ähnliche Linie wie andere Filmpreise, die im Laufe der vergangenen Wochen an jede Menge glückliche Gewinner verteilt wurden. Doch die Academy of Motion Picture Arts and Science hat bei ihrer Bekanntgabe auch mit ein paar Überraschungen aufgewartet, über die sich Manche freuen und Andere fürcherlich ärgern dürften.
Academy Awards 2012: Die Königskategorien
Spannend wird es im Februar vor allem in Sachen bester Film, denn gleich neun Streifen gehen in diesem Jahr ins Rennen um die begehrte Trophäe. Gute Chancen ausrechnen können sich die bereits bei den Golden Globes ausgezeichneten Filme „The Artist“ und „The Descendants“, auch für „Die Eiserne Lady“ sieht es gar nicht so schlecht aus. Überraschend waren vielleicht die Nominierungen von „The Help“ oder „Die Kunst zu gewinnen – Moneyball“, doch obwohl erstere zu einem Publikumsliebling avancierte, ist die Wahrscheinlichkeit für einen tatsächlichen Gewinn wohl eher gering. Die übrigen Nominierungen in der Kategorie bester Film verfallen auf „Gefährten“, „Extrem laut und unglaublich nah“, „Hugo Cabret“, „The Tree of Life“ und „Midnight in Paris“.
„Journey 2: The Mysterious Island“ ist der Originaltitel eines Abenteuerfilms, der bei uns als „Die Reise zur geheimnisvollen Insel“ in die Kinos kommt – natürlich in 3D, damit der Spaß umso größer wird.
Dabei handelt es sich um die Fortsetzung zu Eric Brevigs „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ aus dem Jahre 2008. Schon damals spielte sich das Abenteuer in 3D ab – Und das war auch gut so, denn die Geschichte war nur lauwarm und auch der für solche Filme prädestinierte Brendan Fraser konnte da nur noch wenig retten. Das Sequel kann sich unterdessen nicht mehr auf seinen gewinnenden Charme verlassen, denn an seiner statt übernimmt Dwayne „The Rock“ Johnson die zweite Hauptrolle neben dem um Einiges erwachsener gewordenen Josh Hutcherson. Ob sich so „Die Reise zur geheimnisvollen Insel“ für den Zuschauer lohnt und „Journey 2: The Mysterious Island“ zum großen Kinospaß werden kann, bleibt abzuwarten.
„The Hunger Games – Die Tribute von Panem“ ist eine Romanverfilmung und könnte den Auftakt zu einer spannungsreichen Trilogie bilden.
So ist „Die Tribute von Panem“ der Haupttitel einer dreibändigen Buchreihe, deren erster Teil, „Tödliche Spiele“, nun den Weg in die Kinos gefunden hat. Ob und wann Verfilmungen der beiden anderen Bände folgen werden, ist noch nicht ganz klar (wobei sich Lionsgate zumindest die Rechte für „Gefährliche Liebe“ schon sichern konnte), doch zumindest in den USA wird „The Hunger Games“ schon als neues phantastisches Kinoepos gehandelt. Dabei ist die Geschichte einer utopischen Welt eher Gesellschaftskritik als herkömmliche Fantasy, doch solange das Abenteuer zu unterhalten vermag, soll die Genre-Zugehörigkeit das kleinere Problem darstellen.
In „Devil Inside“ muss eine junge Frau gegen Dämonen antreten. Die Frage ist nur, ob sie es hier mit den sprichwörtlichen Dämonen ihrer Vergangenheit und der ihrer Mutter oder mit tatsächlichen Unholden aus der Hölle zu tun bekommt.
Mit der Frage, ob es hier echte Dämonen gibt, des Rätsels Lösung in der verwirrten Psyche der Hauptfigur zu finden ist oder hinter allem ein schäbiger Trick steckt, greift „Devil Inside“ von Regisseur William Brent Bell kein wirklich neues Thema auf und auch die scheinbar dokumentarische Erzählweise erfindet das Genre nicht gerade neu. So konnte der U.S.-amerikanische Horrorfilm die meisten Filmkritiker bisher nicht oder nur zum Teil überzeugen, dabei verspricht der Trailer durchaus gepflegten Grusel.
Die Muppets starten die nächste Runde in ihrer Filmkarriere und wollen nach den eher verhaltenen Kritiken zu „Muppets aus dem All“ wieder Applaus! Applaus! Applaus! einheimsen.
1999 waren die Stars aus Jim Hensons Puppenschmiede zuletzt filmisch unterwegs, seitdem war es eher ruhig um Kermit, Miss Piggy und Co. Doch mit tatkräftiger Unterstützung menschlicher Co-Stars soll die Rückkehr ins Filmgeschäft zum Erfolg und „Die Muppets“ zum abgehobensten Kinoabenteuer in diesem Winter werden. Die Chancen dafür stehen jedenfalls nicht schlecht, immerhin sind die Muppets auch nach so vielen Jahren noch immer bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund und Amy Adams wie Jason Segel sorgten in der Vergangenheit bereits für viel Spaß im Fernsehen und Kino. Was könnte also noch schief gehen, wenn sie alle sich erstmals zusammentun?!
Die Vorbereitungen für die Berlinale 2012 laufen auf Hochtouren, und erste Mitteilungen machen bereits neugierig auf das bevorstehende Filmfestival sowie die illustre Runde der geladenen Gäste.
Das detaillierte Programm der Berlinale 2012 wird erst bei der Pressekonferenz am 31. Januar 2012 bekannt gegeben. Doch die bereits geleisteten Ankündigen genügen, um festzustellen, dass die 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin erneut mit einigen Highlights aufwarten können, sowohl was die Filmauswahl als auch die hochkarätigen Gäste angeht: Seit dem 02. Januar steht fest, dass die zweifach Oscar-prämierte Meryl Streep im Mittelpunkt der diesjährigen Hommage stehen und bei dieser Gelegenheit mit dem Goldenen Ehrenbären ausgezeichnet werden wird, und natürlich stellt sie dabei auch ihre neueste Arbeit als „Die eiserne Lady“ vor.
In „Die eiserne Lady“ schlüpft Oscar-Gewinnerin Meryl Streep in die Rolle der ehemaligen britischen Premierministerin Margaret Thatcher, deren Politik einst so kontrovers diskutiert wurde wie nun Streeps Portrait.
Denn so wie Margaret Thatcher sich in ihrer langjährigen Amtszeit sowohl viele Bewunderer und Unterstützter als auch Kritiker und Feinde machte, so umstritten ist Meryl Streeps Darstellung der Politikerin: Einerseits wird sie hoch gelobt und bereits mit ersten Filmpreisen ausgezeichnet, andererseits wirft man ihr wie der gesamten Erzählung Einseitigkeit und Ungenauigkeit vor, doch in jedem Fall beweist die Schauspielerin einmal mehr ihre Wandlungsfähigkeit und eine beeindruckende Leinwandpräsenz.
„Hugo Cabret“ ist die Kinoversion des gleichnamigen Kinderbuches von Brian Selznick und präsentiert Martin Scorseses Vorstellung der wortwörtlich wundervollen Welt seiner jungen Hauptfigur in neuester 3D-Technologie.
Die Vorlage zu „Hugo Cabret“ erschien in den USA erstmals 2007 und schon kurz nach der Veröffentlichung sicherte sich Martin Scorsese die Filmrechte. Die deutsche Fassung kam erst 2008 in den Handel, bislang hatte die Geschichte um den Waisenjungen Hugo und das große Geheimnis, das er zu entschlüsseln versucht, also noch nicht allzu viel Gelegenheit, sich eine treue Fanbasis aufzubauen, die auch den Kinofilm sicher zu einem Erfolg machen könnte. Doch die bereits veröffentlichten Bilder machen Lust auf mehr, auch wenn man die Buchvorlage bisher wenig wahrgenommen hat. Außerdem ziehen große Namen eigentlich fast immer, wie die Erfahrung zeigt – Und von diesen hat „Hugo Cabret“ tatsächlich reichlich.
„Yoko“ ist der Name eines wahrhaftigen Yeti und gleichzeitig der Titel eines Kinderfilms, der im Februar in den Kinos startet. Die Geschichte basiert auf den Büchern von KNISTER, der auch für die Abenteuer der kleinen Hexe Lilli verantwortlich zeichnet.
Hinter dem Künstlernamen KNISTER verbirgt sich der Kinderbuchautor Ludger Jochmann. Der studierte Sozialpädagoge hat vor allem mit den Büchern um ein kleines Mädchen, das eines Tages lernt, dass es eine Hexe ist, für Wirbel in der Welt der Kinderliteratur gesorgt. Verfilmt wurde die Reihe erstmals 2009 vom Österreicher Stefan Ruzowitzky, und nun schafft es auch Yoko, ein weiterer Held aus dem KNISTER-Universum, in die Kinos: Regisseurin Franziska Buch („Bibi Blocksberg“) macht aus den kleinen Kindergeschichten ein großes Filmabenteuer, an dem die ganze Familie teilhaben kann.