„Dirty Dancing“: Das Remake kommt tatsächlich
„Dirty Dancing“ wird in der Tat ein Remake bekommen, so hat es das Filmstudio Lionsgate gestern offiziell bestätigt. Erste Gerüchte hierüber gab es bereits 2009, doch mit der aktuellen Pressemitteilung ist nun allen Spekulationen ein Ende gesetzt worden.
Wer bei „Dirty Dancing“ auch nach dem zwanzigsten Mal die Füße nicht still halten kann und über Patrick Swayzes entschlossenes „Mein Baby gehört zu mir, ist das klar?!“ einen entzückten Seufzer ausstößt, der wird angesichts der nun bestätigten Nachricht über ein Remake des Kultfilms entweder in blankes Entsetzen verfallen oder sich über die Wiederauferstehung eines modernen Klassikers freuen. Lionsgate gab nun bekannt, dass die Arbeit an einer Neuauflage tatsächlich aufgenommen wurde und Kenny Ortega auf dem Regiestuhl Platz nehmen wird.
„Dirty Dancing“ Remake unter der Regie von Kenny Ortega
Zumindest wird das Remake in erfahrene Hände gelegt, denn Kenny Ortega, der hier die Regie übernehmen wird, war im Originalfilm als Choreograph tätig und hatte Jennifer Grey und Patrick Swayze das gewisse Etwas in ihre Tanzschritte gezaubert. So können die Fans zumindest hoffen, dass die Magie in den Choreographien erhalten bleibt oder die Neuauflage sich wenigstens daran annähern kann. Erfahrung als Regisseur hat Ortega seit „Dirty Dancing“ beispielsweise bei der erfolgreichen „High School Musical“-Reihe oder der TV-Serie „Gilmore Girls“ gesammelt, er ist also zumindest kein gänzlich unbeschriebenes Blatt in der Filmszene. Außerdem soll Eleanor Bergstein, damals Drehbuchautorin und Co-Produzentin, ebenfalls beim Remake mitmischen.
Ob diese Punkte jedoch ausreichen werden, um den Anhängern des Originals sämtliche Skepsis zu nehmen, ist fraglich, und schon die Fortsetzung stieß 2004 auf wenig Gegenliebe. Immerhin ist „Dirty Dancing“ für Viele nicht einfach nur irgendein Musikstreifen, sondern der Tanzfilm schlechthin und außerdem schon seit mehr als zwei Jahrzehnten absoluter Kult. Sicher, die Story war nicht allzu innovativ, Überraschungen gab es kaum, die Dialoge waren klischeebeladen und mitunter recht unbeholfen – Doch dank eines zeitlosen Soundtracks, mitreißender Tanzeinlagen und nicht zuletzt eines gut aussehenden Hauptdarstellers avancierte der Film zu einem wahren Evergreen.
Alles anders bei der Neuauflage von „Dirty Dancing“?
Es heißt, man wolle mit dem Remake dem Original den längst verdienten Tribut zollen. Natürlich soll alles modernisiert und aufgefrischt werden, doch der Charme des 1987er Originals soll nicht zuletzt durch die Wiederverwendung beliebter Songs aus dem Film erhalten bleiben. Der Soundtrack soll erneut eine Mischung aus Klassikern der 1960er Jahre sowie neu komponierten Stücken werden und damit einen Film untermalen, der – wenn es nach den Machern geht – mit nostalgischem Charme sowohl Fans des Originals begeistern als auch die Geschichte einem jungen Publikum zugänglich machen kann.
Wann der Film in die Kinos kommen soll, steht noch nicht fest, und auch über die Darsteller ist noch nichts bekannt. Doch wer immer letztlich für die Rollen von Johnny, Baby und Co. ausgewählt wird, dürfte kein leichtes Spiel haben: Die Erwartungen der Fans sind wahrscheinlich ähnlich gewaltig wie die sprichwörtlichen Fußstapfen, die Patrick Swayze und Jennifer Grey einst mit ihren Tanzschuhen hinterlassen haben. Sie zu füllen wird ebenso schwierig werden wie die Erfüllung des Plans, mit dem Remake eine Begeisterung hervorzurufen, die jener um „Dirty Dancing“ auch nur annähernd gleichkommt.