Archiv für Dezember 2011

30. Dez

In „Die eiserne Lady“ schlüpft Oscar-Gewinnerin Meryl Streep in die Rolle der ehemaligen britischen Premierministerin Margaret Thatcher, deren Politik einst so kontrovers diskutiert wurde wie nun Streeps Portrait.

Denn so wie Margaret Thatcher sich in ihrer langjährigen Amtszeit sowohl viele Bewunderer und Unterstützter als auch Kritiker und Feinde machte, so umstritten ist Meryl Streeps Darstellung der Politikerin: Einerseits wird sie hoch gelobt und bereits mit ersten Filmpreisen ausgezeichnet, andererseits wirft man ihr wie der gesamten Erzählung Einseitigkeit und Ungenauigkeit vor, doch in jedem Fall beweist die Schauspielerin einmal mehr ihre Wandlungsfähigkeit und eine beeindruckende Leinwandpräsenz.

   


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27. Dez

„Hugo Cabret“ ist die Kinoversion des gleichnamigen Kinderbuches von Brian Selznick und präsentiert Martin Scorseses Vorstellung der wortwörtlich wundervollen Welt seiner jungen Hauptfigur in neuester 3D-Technologie.

Die Vorlage zu „Hugo Cabret“ erschien in den USA erstmals 2007 und schon kurz nach der Veröffentlichung sicherte sich Martin Scorsese die Filmrechte. Die deutsche Fassung kam erst 2008 in den Handel, bislang hatte die Geschichte um den Waisenjungen Hugo und das große Geheimnis, das er zu entschlüsseln versucht, also noch nicht allzu viel Gelegenheit, sich eine treue Fanbasis aufzubauen, die auch den Kinofilm sicher zu einem Erfolg machen könnte. Doch die bereits veröffentlichten Bilder machen Lust auf mehr, auch wenn man die Buchvorlage bisher wenig wahrgenommen hat. Außerdem ziehen große Namen eigentlich fast immer, wie die Erfahrung zeigt – Und von diesen hat „Hugo Cabret“ tatsächlich reichlich.

   


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23. Dez

„Yoko“ ist der Name eines wahrhaftigen Yeti und gleichzeitig der Titel eines Kinderfilms, der im Februar in den Kinos startet. Die Geschichte basiert auf den Büchern von KNISTER, der auch für die Abenteuer der kleinen Hexe Lilli verantwortlich zeichnet.

Hinter dem Künstlernamen KNISTER verbirgt sich der Kinderbuchautor Ludger Jochmann. Der studierte Sozialpädagoge hat vor allem mit den Büchern um ein kleines Mädchen, das eines Tages lernt, dass es eine Hexe ist, für Wirbel in der Welt der Kinderliteratur gesorgt. Verfilmt wurde die Reihe erstmals 2009 vom Österreicher Stefan Ruzowitzky, und nun schafft es auch Yoko, ein weiterer Held aus dem KNISTER-Universum, in die Kinos: Regisseurin Franziska Buch („Bibi Blocksberg“) macht aus den kleinen Kindergeschichten ein großes Filmabenteuer, an dem die ganze Familie teilhaben kann.

   


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21. Dez

Mit „Intruders“ beginnt das Kinojahr 2012 auf höchst gruselige Weise, wenn Clive Owen gegen ein unheimliches Phantom antreten muss, das im Wandschrank seiner Tochter lauert.

Regisseur Juan Carlos Fresnadillo hat bisher noch für wenig Aufsehen in der Filmwelt gesorgt. Nach zwei Kurzfilmen und dem spanischen Drama „Intacto“, das bei uns kaum Aufmerksamkeit erregte, war „28 Weeks later“ 2007 sein bisher größter Coup. Die Fortsetzung zu Danny Boyles Überraschungshit aus dem Jahre 2002 wurde zwar in Fankreisen diskutiert, bekam aber durchaus positive Kritiken – Und trotzdem ließ sich Fresnadillo bis jetzt Zeit, um seine Rückkehr in den Regiestuhl zu feiern und mit „Intruders“ erneut einen Vorstoß ins Horrorgenre zu wagen.

   


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16. Dez

Gestern war es soweit: Die Hollywood Foreign Press Association (HFPA) gab die Nominierungen für die 69. Golden Globe Awards bekannt und brachte damit die neue Filmpreis-Saison endgültig zum Laufen.

Traditionell gelten die Golden Globe Awards als richtungsweisend für viele andere Film- und Fernsehpreise, natürlich auch für den Prestige-trächtigsten unter ihnen – den Oscar. Mit der Verkündung der Nominierten für die 69. Ausgabe der Preisverleihung setzten die Globes damit einmal mehr ein entscheidendes Zeichen für Filmemacher und Publikum gleichermaßen, denn allein für diesen Film- und Fernsehpreis in Erwägung gezogen zu werden, zahlt sich in der Regel bereits aus.

   


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13. Dez

„Extrem laut und unglaublich nah“ ist die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Jonathan Safran Foer, der 2005 eine sehr persönliche Geschichte in die überwältigende Katastrophe der Anschläge vom 11. September 2001 einband.

So gab „Extrem laut und unglaublich nah“ den vielen Einzelschicksalen dieser Ereignisse ein Gesicht, konnte so manchen Literaturkritiker jedoch nicht so sehr überzeugen, wie es 2002 das Erstlingswerk „Alles ist erleuchtet“ vermocht hatte, dessen Verfilmung 2005 mit Elijah Wood in der Hauptrolle in die Kinos kam. Trotzdem wurde der zweite Roman des U.S.-amerikanischen Autors zum Erfolg und auch Hollywood interessierte sich schnell für die Geschichte, die nun mit einer jungen Neuentdeckung und gestandenen Schauspiel-Größen auf der großen Leinwand beeindrucken will.

   


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9. Dez

In „The Descendants“ spielt George Clooney einen Familienvater, dessen ganze Welt durch einen Schicksalsschlag zusammenzubrechen scheint, der ihm aber gleichzeitig auch den Weg zu einem möglichen Neuanfang weist.

Mit nachdenklichen, emotionalen und auch einigen komischen Momenten startet im Januar „The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten“ in den deutschen Kinos. Für Fans von George Clooney ist der Film ohnehin ein Muss, aber auch Liebhaber eindrucksvoller, teils komischer Melodramen werden wohl auf ihre Kosten kommen. Dass hier Alexander Payne, Regisseur und Oscar-prämierter Autor des zweifachen Golden-Globe-Gewinners „Sideways“, die Federführung übernommen hat, verspricht jedenfalls schon Einiges – Und der Trailer macht eindeutig Lust auf mehr, nicht zuletzt dank der bezaubernd schönen Inselkulisse.

   


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6. Dez

Es wird unheimlich in Rupert Sanders’ „Snow White and the Huntsman“, denn aus dem romantischen Märchen ist eine düstere Fantasy-Saga geworden, in der eine ruchlose Königin ihr tödliches Unwesen treibt.

Damit geht diese zweite Version der Grimm’schen Erzählung einen gänzlich anderen Weg als Tarsem Singhs „Brothers Grimm: Snow White“, der bereits vor zwei Wochen Thema an dieser Stelle war. Wer also befürchtet hat, die Vielzahl an Märchenverfilmungen könnte im neuen Kinojahr zu einer endlosen Wiederholung werden, kann aufatmen: Denn zumindest diese beiden Filme sind so verschieden, dass man hier glücklicherweise nicht von erzählerischer Redundanz sprechen kann. Fragt sich nur noch, welche Variante bei den Zuschauern besser ankommen wird.

   


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2. Dez

Mit „Verblendung“ startet im Januar die Neuverfilmung des ersten der drei Kriminalromane, die dem schwedischen Autor Stig Larsson posthum internationalen Rum bescherten.

Bereits 2009 gab es eine schwedische Produktion, die „Verblendung“ mit Michael Nyqvist und Noomi Rapace als ungewöhnliches Ermittler-Duo in die Kinos brachte. Nun folgt die Hollywood-Variante, in der sich „007“ Daniel Craig und Rooney Mara („The Social Network“) durch den Dschungel an Intrigen, Verrat und dunklen Familiengeheimnisse zu kämpfen suchen. Jede Menge Verwirrungen und Fallstricke machen dieses Vorhaben für sie ebenso schwierig wie für den Zuschauer, musste man doch schon bei der Romanvorlage stets wachsam sein, um der komplexen Geschichte folgen zu können.

   


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