Brad Pitt als strenger Vater in „The Tree of Life“
Brad Pitt spielt in „The Tree of Life“ einen Vater, der seine Söhne mit strenger Hand auf ein hartes Leben vorbereitet. Oscar-Preisträger Sean Penn ist in diesem atmosphärisch intensivem Drama als sein erwachsener Sohn zu sehen.
„The Tree of Life“ mit Brad Pitt und Sean Penn ist ein Familiendrama, das auch phantastische Elemente über die Geburtsstunde der Erde in sich birgt. Drehbuchautor und Regisseur Terrence Malick gewann für seinen Film gerade erst die Goldene Palme bei den Filmfestspielen in Cannes 2011. Als er mit „In der Glut des Südens“ 1978 das erste Mal einen Film in diesen Wettbewerb schickte, gewann er prompt den Preis für den Besten Regisseur.
Brad Pitt im preisgekrönten Drama „The Tree of Life“
„The Tree of Life“ erzählt von einer Familie in den 1950er Jahren. Jack wächst als ältester von drei Söhnen auf, die von ihrem Vater mit sorgender, aber strenger Hand auf die Unerbittlichkeiten des Lebens vorbereitet werden sollen. Als Erwachsener versucht Jack verzweifelt, sich in der Welt zurecht zu finden und die ambivalente Beziehung zu seinem Vater in geregelte Bahnen zu lenken.
Schon 2007 begannen die Vorbereitungen für den Film, der nun seinen Weg ins Kino findet. Brad Pitt zeigt sich hier von einer mitunter unsympathischen Seite, zumindest wenn man ihn durch Sean Penns Augen sieht. Mit atemberaubenden Bildern wird der Zuschauer an Jacks Seite durch die Welt geführt, während dieser nach dem Sinn des Lebens und der ewigen Konstante sucht, die sein eigenes Dasein im großen Ganzen fest verankert. Philosophisch und phantastisch geht es dabei mitunter zu, die Vorstellungskraft des Zuschauers wird durch die Bildgewalt immer wieder herausgefordert.
Terrence Malick porträtiert das Leben in „The Tree of Life“
Die Filme von Terrence Malick gelten unter Kritikern oftmals als Meisterwerke. Er investiert viel Zeit und Sorgfalt in ihre Entwicklung, so dass er seit den frühen 70ern inklusive „The Tree of Life“ nur fünf Spielfilme als Regisseur und einige wenige mehr als Drehbuchautor vollendet hat. Sehr poetisch geht es dabei stets zu, die Natur und das Leben im Universum sind stets ein wichtiger Teil seiner Geschichten.
In „The Tree of Life“ wird eine in ihrem Kern sehr einfache Erzählung in ein sehr viel schwerer zu durchschauendes Geflecht aus philosophischen Überlegungen eingebunden, die nach den großen Zusammenhängen im Universum suchen. Popcorn-Kino ist das wahrlich nicht, Freunde des emotionsgeladenen und impressionistischen Films werden aber auf ihre Kosten kommen. Aus der Verleihung der Filmpreise in Cannes ging „The Tree of Life“ ja bereits als Sieger hervor, wie er sich an den Kinokassen schlägt, wird sich noch zeigen. Deutscher Kinostart ist am 16. Juni 2011.