31. Mai

Cars 2: Die Motoren röhren wieder

„Cars 2“ ist die PS-reiche Fortsetzung des Animationsfilms, den Pixar im Jahre 2006 in die Kinos brachte. Die metallenen Hauptdarsteller brachten trotz ihres mechanischen Äußeren einen gewissen Charme mit und amüsierten so auch jene Zuschauer, die für Autos wenig übrig haben.

Im Sommer 2011 treffen einige alte Bekannte in „Cars 2“ auf neue Chrom-Gesichter und ebenso neue Abenteuer. Dieses Mal kommt zu dem bunten Mix aus Rennsport-Film, Komödie, Romanze, Drama und Abenteuer noch eine huldvolle Verneigung vor dem Genre des Agentenfilms sowie vor seinem berühmtesten Vertreter. Und natürlich kommt auch „Cars 2“ nicht um den aktuellen Trend herum und zeigt sich auf Hochglanz poliert in digitalem 3D.

Pixars „Cars 2“: Startet die Motoren!

Eigentlich hat Rennsport-Star Lightning McQueen mit Hook, seinem Kumpel und Abschlepper vom Dienst, den weiten Weg über den Ozean gemacht, um am World Grand Prix teilzunehmen und zu beweisen, dass er nicht nur daheim der schnellste Wagen ist. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Hinter jeder Kurve lauern Intrigen und Überraschungen auf McQueen, während Hook sein ganz eigenes Abenteuer erlebt, als Finn McMissile, Agent des britischen Geheimdienstes, ihn in eine streng geheime Spionage-Mission verwickelt.

Fünf Jahre nach ihrem ersten gemeinsamen Abenteuer verschlägt es Lightning McQueen und Hook nun also aus der Provinz in die große weite Welt. Der liebenswert schrullige Abschleppwagen bestreitet im Vergleich zum ersten „Cars“-Abenteuer dieses Mal einen sehr viel größeren Teil der eher überschaubaren Geschichte allein, während der flotte Flitzer erneut vor die Wahl gestellt wird und sich zwischen dem sportlichen Erfolg und seinen Freunden entscheiden muss. Einige Dinge ändern sich also nie, doch es gibt auch Neues zu entdecken. Viele der lieb gewonnenen Charaktere aus Radiator Springs werden die Fans schmerzlich vermissen, dafür bringen noch unbekannte Figuren neuen Schwung in die Geschichte.

„Cars 2“: Mit der ganzen Familie ins Kino

Erneut zeichnet John Lasseter für Regie und Geschichte verantwortlich, womit sich die metallenen Stars einmal mehr in Pixar-erprobten Händen befinden. Die Musik kommt diesmal aber nicht von Oscar-Preisträger Randy Newman, sondern vom ebenfalls Oscar-prämierten Michael Giacchino, der unter anderem für den verspielt-traurigen Score bei Pixars „Oben“ gesorgt hatte. Die Animation zeigt sich gewohnt souverän, der Look des Films passt sich im Großen und Ganzen seinem Vorbild an – mit dem entscheidenden Unterschied, dass die Schauplätze dieses Mal sehr viel pompöser ausfallen als beim Vorgänger.

Wie bei Pixar üblich bringen die kunterbunten Figuren jede Menge Spaß für die kleinen Zuschauer, doch auch Erwachsene mit einem Hang fürs Abenteuer kommen bei der Fortsetzung des PS-getriebenen Erzählung durchaus auf ihre Kosten. Gerade die unzähligen Anspielungen auf die Welt des Motorsports und den traditionsreichen Agentenfilm dürften eher etwas für die Großen sein und machen „Cars 2“ so zu einem amüsanten, wenn auch nicht wirklich innovativen Familienfilm. Kinostart ist am 28. Juli 2011.

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