Der Horrorfilm “The Cabin in the Woods”, der unter anderem aus der Feder von Joss Whedon stammt, erzählt von einem tödlichen Geheimnis in einer – so verspricht es schließlich der Titel – Hütte im Wald.
Dabei ist die Prämisse des Films – Fünf Freunde landen auf einer Reise in einer verlassenen Waldhütte und müssen feststellen, dass hier schlimme, schlimme Dinge passieren – ja bei Weitem nichts Neues. Doch die Macher von „The Cabin in the Woods“ versprechen, dass die Geschichte hier eine noch unbekannte Wendung nimmt und ihr Film ganze neue Dimensionen des Horror-Genres ausloten könnte. Ist das selbstbewusster Optimismus oder nur eine gute Werbestrategie? Herausfinden können wir das leider nur, indem wir uns den Film selbst im Kino ansehen, doch dafür müssen wir noch einige Wochen warten. Zeit genug, sich schon so manchen Gedanken zu machen.
Es wird unheimlich in Rupert Sanders’ „Snow White and the Huntsman“, denn aus dem romantischen Märchen ist eine düstere Fantasy-Saga geworden, in der eine ruchlose Königin ihr tödliches Unwesen treibt.
Damit geht diese zweite Version der Grimm’schen Erzählung einen gänzlich anderen Weg als Tarsem Singhs „Brothers Grimm: Snow White“, der bereits vor zwei Wochen Thema an dieser Stelle war. Wer also befürchtet hat, die Vielzahl an Märchenverfilmungen könnte im neuen Kinojahr zu einer endlosen Wiederholung werden, kann aufatmen: Denn zumindest diese beiden Filme sind so verschieden, dass man hier glücklicherweise nicht von erzählerischer Redundanz sprechen kann. Fragt sich nur noch, welche Variante bei den Zuschauern besser ankommen wird.
In der Film- und Serienindustrie ist anscheinend das Märchenfieber ausgebrochen. Gleich zwei Verfilmungen von „Schneewittchen und die 7 Zwerge“ werden derzeit produziert, als erstes startet „The Brothers Grimm: Snow White“ in den deutschen Kinos.
„The Brothers Grimm: Snow White“ ist wohl der offizielle „deutsche“ Titel von Tarsem Singhs „Mirror Mirror“ und lässt uns wieder einmal über die verworrenen Gedankengänge rätseln, die um die Deutschland-Vermarktung von ausländischen Filmen kreisen. Warum man sich einen neuen englischen Titel ausdenken muss, statt beim Original zu bleiben oder dieses einfach zu übersetzen, werden Außenstehende wohl nie begreifen. Aber jenes Rätsel wollen wir an dieser Stelle nicht lösen, widmen wir uns vielmehr der märchenhaften Entwicklung, die nicht nur Hollywood erfasst zu haben scheint.
In Andrew Niccols „In Time“ wird uns eine erschreckende Zukunftsvision vorgestellt: eine Welt, in der Niemand mehr altern muss – Doch leben dürfen nur die, die es sich leisten können.
Justin Timberlake und Amanda Seyfried kämpfen im Thriller „In Time“ gegen ein unmenschliches System, das ihnen wortwörtlich das Leben aus dem Körper saugt. Ihm widerfährt ein unerwartetes Glück, ein kostbares Geschenk, für das er fortan jedoch wie ein gemeiner Verbrecher gejagt wird. Und sie wird aus ihrer behüteten Welt heraus und mitten in sein turbulentes Abenteuer mit hineingerissen, an dem ab Anfang Dezember auch die deutschen Kinogänger teilhaben können.
„Der gestiefelte Kater 3D“ ist ein eigenständiges Sequel zur „Shrek“-Reihe, in dem besagter Stubentiger die Hauptrolle übernimmt. Ob der kleine pelzige Degenheld dieser Aufgabe gewachsen ist, wird sich im Dezember zeigen, wenn das Animationsabenteuer in die Kinos kommt.
Genauer gesagt erzählt „Der gestiefelte Kater 3D“ die Vorgeschichte zum Zusammentreffen seines Titelhelden mit dem großen grünen Oger. Lange bevor der Kater zu einer der beliebtesten Figuren der „Shrek“-Reihe wurde, erlebte er nämlich bereits seine eigenen Abenteuer, die den Zuschauern nun in DreamWorks’ neuestem Streich präsentiert werden. Endlich rückt der kleine, aber mutige Held selbst ins Rampenlicht und zeigt, was außer einem hinreißenden Akzent noch in ihm steckt.
„Footloose“ erhielt seinerzeit gemischte Kritiken und auch der Erfolg an den Kinokassen war nicht unbedingt überwältigend. Doch längst hat sich der Film einen Kultstatus erarbeitet, von dem das nun folgende Remake bisher nur träumen kann.
Trotz verhaltenem Applaus wurde „Footloose“ als Musikfilm immerhin mit Nominierungen für den besten Song und den besten Score bei den Oscars, den Golden Globes und den Grammy Awards geehrt. Sogar eine Musical-Produktion gab es, sodass wohl genügend Potential für ein erfolgreiches Remake vorhanden zu sein schien, und Regisseur Craig Brewer ist derjenige, der sich dieser Aufgabe angenommen hat. Er versammelte neben einigen erfahrenen Darstellern ein frisches, junges Ensemble um sich, um der Geschichte des 80er-Jahre-Kultfilms neues Leben einzuhauchen. Inwieweit ihm dieses Vorhaben gelungen ist, werden wir im Oktober beurteilen können.
In „Warrior“ treten Tom Hardy und Joel Edgerton als Brüder gegeneinander in den Boxring. Damit wird der Film gleichermaßen zum Boxer- und Familiendrama, bewegende Emotionen wechseln mit knallharter Kampfsport-Action.
Mit „Warrior“ bringt Regisseur Gavin O’Connor einen Action-Film ins Kino, der sich mit seinem Sportler/Familien-Thema in guter Gesellschaft befindet. Während „The Fighter“ mit Mark Wahlberg langsam wieder aus den Kinos verschwindet, übernehmen die Gebrüder Klitschko in der gleichnamigen Dokumentation die Herrschaft über den Kino-Ring. Bis „Warrior“ seinen deutschen Kinostart begeht, dürften diese Genre-Kollegen die Zuschauer also genügend eingestimmt haben, um im Kinosaal die nötige Begeisterung hervorzurufen.
„Transformers 3“ entführt den Kinozuschauer erneut in die fulminante Welt von Action-Spezialist Michael Bay, in der Hauptdarsteller Shia LaBeouf einmal mehr an der Seite der Autobots für den Fortbestand der Erde kämpfen muss.
Die jüngsten Trailer zu „Transformers 3“, der im Englischen den Untertitel „The Dark of the Moon“ trägt, kündigen genau das an, was man ohnehin längst erwartet hat: ein Action-Feuerwerk der Superlative. Michael Bay, Regisseur und Kaputtmacher vom Dienst, lässt es mal wieder ordentlich krachen und zerstört alles, was real und digital von den Set-Designern so mühevoll aufgebaut wurde. Damit erfüllt er alle Vorgaben, die von den ersten beiden Teile der Filmreihe gesetzt wurden, und der Zuschauer bekommt genau das, worauf er sich eingestellt hat: einen Actionfilm mit Radau und Krawall auf höchstem Niveau.
„Larry Crowne“ präsentiert Tom Hanks und Julia Roberts in einem romantischen Stückchen Sommerkino. Genau das Richtige für einen unbeschwerten Abend mit reichliche Popcorn und der passenden Kuschel-Begleitung.
Mit „Larry Crowne“ hat der Kino-Sommer 2011 seine erste romantische Komödie am Start. Der charmante Streifen mit Tom Hanks und Julia Roberts in den Hauptrollen verspricht süße Unterhaltung, bei der kein großes Mitdenken, sondern nur ausgiebiges Mitfühlen gefragt ist. Wenn Hanks versucht, Roberts’ Herz zu erobern und dabei liebenswert von einer Patzerei in die nächste stolpert, kommen Genre-Fans voll auf ihre Kosten. Alle Anderen werden an der seichten Unterhaltung aber wahrscheinlich eher weniger Spaß finden.
„Winter’s Bone“ erzählt von der entschlossenen Suche einer jungen Frau nach ihrem kriminellen Vater und zeigt sich dabei als mitreißendes Sozialdrama mit einer beeindruckenden Hauptdarstellerin.
Debra Graniks Roman-Verfilmung „Winter’s Bone“ ist eine der Überraschungen der vergangenen Award-Saison. Mit einem vergleichsweise kleinen Budget rang das Drama vielen großen Filmen unzählige Nominierungen ab und konnte viele Preise – beispielsweise beim Sundance Film Festival oder auf der Berlinale – einheimsen, auch wenn es letztlich bei der wichtigsten Verleihung leer ausging. Ende März startet der Film auch in den deutschen Kinos.