2. Mai

Chernobyl Diaries: Neuer Stoff für Horror-Fans

„Chernobyl Diaries“ ist ein Horrorfilm nach einem Drehbuch von Oren Peli, der zuletzt als Autor und Regisseur von „Paranormal Activity“ für Aufsehen sorgte. Ob dieser Streich jedoch ähnlich begeistern kann, bleibt abzuwarten.

Denn „Chernobyl Diaries“ nimmt sich zwar ein ungewöhnliches Setting und gibt seiner Geschichte einen realen Hintergrund, welcher eine unangenehm wahre Dimension des Grauens in den Film hineinbringt; Doch die Handlung selbst scheint auf altbekannten Pfaden zu wandeln und bedient wohl so manches notwendige Klischee, wenn man dem trauen darf, was bisher im Trailer zu entdecken ist. Aber wer weiß, vielleicht wird man im Kino ja doch einmal wieder überrascht und erlebt einen Thriller, der tatsächlich etwas Neues zu bieten hat.

„Chernobyl Diaries“: Verlasse nie den sicheren Weg!

Sechs Studenten wollen ihren Urlaub einmal ganz anders verleben und buchen eine abenteuerliche Führung durch das noch immer gesperrte Gelände von Chernobyl. Dort wo einst eine Atomkatastrophe für Schrecken sorgte, lassen sich die jungen Leute nun von einem zwielichtigen Guide in die Sperrzone führen. Warnschilder werden ignoriert, stattdessen durchstöbert die Gruppe alte Gebäude und erkundet das Gelände jenseits der offiziellen Pfade.

Als es zu dämmern beginnt, wird es Zeit für den Rückweg. Doch das Auto, mit dem sie in diese abgelegene Gegend kamen, springt plötzlich nicht mehr an. Und als die jungen Leute nach einer Lösung für dieses Problem suchen, müssen sie auch noch entsetzt feststellen, dass die Ruinen von Chernobyl nicht so verlassen sind, wie es den Anschein hatte…

Abenteuerurlaub auf die mörderische Art

Junge Menschen, die sich wider besseren Wissens und inklusive Missachtung von Warnschildern in unsicheres Gelände begeben, sind im Horror-Genre nichts Neues. Auch der Umstand, dass der sicher geglaubte Rückzug durch eine rätselhafte Wendung plötzlich nicht mehr möglich ist und die Figuren mit Einbruch der unheilbringenden Dunkelheit bemerken, dass sie doch nicht allein sind, bedient altbekannte Konventionen. So ist „Chernobyl Diaries“ auf den ersten Blick wirklich nichts Besonderes, zumal einmal mehr das sogenannte Found-Footage-Format für die Erzählung gewählt wurde.

Genre-Fans werden sich aber sicher amüsieren, und mit ein wenig Glück hält Brad Parkers Regiedebüt auch für alle Anderen einen gewissen Unterhaltungswert bereit. Immerhin konnte Oren Peli bereits mit „Paranormal Activity“ überraschen, warum also nicht auch mit „Chernobyl Diaries“, der auf einer seiner Erzählungen basiert?! Der Film startet in Deutschland offiziell am 21. Juni 2012.

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