20. Sep

Contagion: Medizin-Thriller mit Star-Besetzung

In „Contagion“ sind unter anderem Matt Damon, Kate Winslet, Laurence Fishburne und Jude Law in einer Welt gefangen, in der sich ein bisher unbekanntes, tödliches Virus mit rasender Geschwindigkeit ausbreitet.

Steven Soderberghs „Contagion“ zeigt uns Matt Damon und Gwyneth Paltrow als Filmehepaar in der grauenerregenden Vision einer hochtechnisierten Welt, die von einer winzigen Lebensform innerhalb kürzester Zeit ins vollkommene Chaos gestürzt wird. Das Wissen um die Tatsache, dass selbst unsere fortschrittliche Medizin längst nicht gegen jede Bedrohung ein Gegenmittel kennt, wird uns hier auf erschreckende Weise verdeutlicht. „Contagion“ belebt damit eine Idee, die zuletzt vor allem in Zombie-Filmen umgesetzt wurde, doch dieses Mal ist der Horror sehr viel realer.

„Contagion“ mit Matt Damon, Marion Cotillard und Armin Rohde

Beth kehrt nach einer Reise zurück zu ihrem Mann und ihrem Sohn, scheinbar gezeichnet von Jetlag und den Strapazen des Fluges. Kurze Zeit später bricht sie plötzlich mit alarmierenden Symptomen zusammen und muss ins Krankenhaus eingeliefert werden. Sie scheint das Opfer eines unbekannten, aggressiven Virus geworden zu sein, und ihre Erkrankung ist erst der Anfang. Binnen kürzester Zeit sehen sich der U.S.-Heimatschutz und die Gesundheitsbehörden der Gefahr einer Epidemie gegenüber, die schon bald die ganze Welt bedrohen könnte…

Die Welt am Abgrund in Steven Soderberghs „Contagion“

Statt mit der Geschichte über einen Virus, das Menschen in blutrünstige Zombies verwandelt, haben wir es hier also mal wieder mit einem guten alten Medizin-Thriller zu tun, der uns eine durchaus reale Bedrohung vor Augen führt und damit in der Theorie eigentlich viel erschreckender ist, als es ein phantastischer Horrorfilm je sein könnte. Ob das Adrenalin jedoch tatsächlich so durch die Adern der Zuschauer strömt, wie es angedacht ist, muss erst noch bewiesen werden. In jedem Fall beeindruckt der Film mit seiner Darsteller-Riege, und mit einem Steven Soderbergh auf dem Regiestuhl darf man durchaus auf unterhaltsame 105 Minuten hoffen.

Und wahrscheinlich sind es auch genau diese großen Namen, die den Film bereits im Vorfeld retten, denn ob eine erneute Variante dieser Plot-Idee überhaupt hätte sein müssen, ist fraglich. Doch zumindest verspricht die Verknüpfung eines persönlichen, sehr emotionalen Einzelschicksals mit der fast steril präsentierten Chronologie einer Pandemie eine vielseitige Erzählung, die sich weniger auf Schockeffekte denn auf das dem Thema innewohnende Grauen verlässt. Soviel Mut zur Einfachheit darf ruhig einmal gelobt werden, obwohl der Film mit einem Budget von geschätzten 60 Millionen U.S.-Dollar zumindest optisch alles andere als simpel daherkommen wird. Wer Hollywoods neuestes Endzeit-Szenario selbst verfolgen möchte, muss jedenfalls nur noch bis zum 20. Oktober 2011 warten, dann infiziert Soderberghs Virus auch die deutschen Kinos.

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