13. Jan

Devil Inside: Keine Seele ist sicher

In „Devil Inside“ muss eine junge Frau gegen Dämonen antreten. Die Frage ist nur, ob sie es hier mit den sprichwörtlichen Dämonen ihrer Vergangenheit und der ihrer Mutter oder mit tatsächlichen Unholden aus der Hölle zu tun bekommt.

Mit der Frage, ob es hier echte Dämonen gibt, des Rätsels Lösung in der verwirrten Psyche der Hauptfigur zu finden ist oder hinter allem ein schäbiger Trick steckt, greift „Devil Inside“ von Regisseur William Brent Bell kein wirklich neues Thema auf und auch die scheinbar dokumentarische Erzählweise erfindet das Genre nicht gerade neu. So konnte der U.S.-amerikanische Horrorfilm die meisten Filmkritiker bisher nicht oder nur zum Teil überzeugen, dabei verspricht der Trailer durchaus gepflegten Grusel.

„Devil Inside“: Unheimlicher Besuch aus der Hölle

1989 geht bei der Notrufzentrale der Anruf von Maria Rossi ein, die gesteht, gerade drei Menschen auf brutale Weise getötet zu haben. Sie wird schließlich als psychisch gestört eingestuft und in eine Hochsicherheitsanstalt eingewiesen.

20 Jahre später kämpft ihre Tochter Isabella noch immer mit der Ungewissheit: ist ihre Mutter wirklich geisteskrank oder womöglich gar von einem Dämon besessen? Gemeinsam mit zwei jungen Experten, die sich auf eine ungewöhnliche Mischung aus religiösem und wissenschaftlich fundiertem Exorzismus spezialisiert haben, macht sie sich auf den Weg in die Klinik. Doch wo sie nach Antworten über ihre Mutter sucht, wird sie schon bald mit ihren höchst eigenen Dämonen konfrontiert – Liegt die Besessenheit hier etwa in der Familie?

Das Geschäft mit dem dämonischen Horror boomt

Trotz negativer Kritiken und Fan-Beschwerden über ein wenig befriedigenden Filmschluss schaffte „Devil Inside“ bereits an seinem Startwochenende den Sprung an die Spitze der U.S.-amerikanischen Kinocharts und spielte bei einem Produktionsbudget von etwa 1 Million U.S.-Dollar mittlerweile weltweit schon mehr als 34 Millionen ein. Den Kinogängern scheint das Genre des pseudo-dokumentarischen Horrors also noch längst noch nicht über, was 2007 auch der Überraschungserfolg von „Paranormal Activity“ bewies, zu dem bereits ein vierter Teil in Planung ist.

Ob „Devil Inside“ ein ebenso langes Kinoleben vergönnt sein wird, darf wohl bezweifelt werden, doch setzt sich der Trend auch bei uns fort, könnte zumindest die Gewinnspanne noch um Einiges steigen, wenn der Film am 01. März 2012 seinen offiziellen deutschen Kinostart begeht. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die unheilvollen Verheißungen nicht bewahrheiten und den Zuschauern nur Gruselschauer überkommen, weil das dämonische Treiben auf der Leinwand sie tatsächlich zu fesseln vermag und nicht wegen eines misslungenen Filmerlebnisses.

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