1. Jul

Final Destination 5: Das Grauen geht weiter

„Final Destination 5“ verlässt sich ganz auf das Erfolgskonzept seiner Vorgänger und wird scheinbar nicht müde, dem Publikum immer wieder bewusst zu machen, dass das nächste tödliche Unglück jederzeit passieren könnte.

Mit „Final Destination 5“ knüpft Regisseur Steven Quale (immerhin Second Unit Director bei „Avatar – Aufbruch nach Pandora“) an eine Reihe an, die im Jahre 2000 mit einer sehr cleveren Filmidee begann. James Wong brachte damals einen Horror-Streifen in die Kinos, der den Zuschauern mit einem verblüffend einfachen, aber dafür umso effektiverem Konzept das Gruseln lehrte. Das Grundgerüst von „Final Destination“ bleibt auch im fünften Teil erhalten, nur ob der Grad an Spannung und Überraschung noch ebenso hoch ist, bleibt abzuwarten.

„Final Destination 5“: Kampf gegen das Schicksal

Als eine viel befahrene Brücke ohne Vorwarnung zusammenbricht und unzählige Menschen in die Tiefe reißt, erscheint es wie ein Wunder, dass eine Handvoll Auserwählter dieses Unglück überleben. Die Verschonten sind entsetzt, aber glücklich, dem Tod von der Schippe gesprungen zu sein. Doch nach und nach kommen die ersten von ihnen durch höchst skurrile Unfälle ums Leben, und bald schon wird klar: der Sensenmann lässt sich seinen großen Plan nicht so einfach zunichte machen. Wer einmal auf seiner Liste steht, den holt er sich auch – notfalls mit ein klein wenig Nachhilfe…

Ja, genau, der Tod bastelt immer noch an seinem Plan und lässt letztlich auch Diejenigen über die Klinge springen, die ihm durch einen glücklichen Zufall entwischt sind. Man sollte meinen, dass nach der äußerst bildhaften und ausführlichen Erklärung dieses Umstandes in bislang vier Filmen jeder Bescheid wissen sollte. Und doch wundern sich die Protagonisten in „Final Destination 5“ erneut über das, was ihnen da Mysteriöses widerfährt. Der Zuschauer stellt unterdessen nichts mehr in Frage, sondern wartet nur noch gespannt auf den nächsten Beweis dafür, wie ungeheuer einfallsreich der Sensenmann doch sein kann.

Kein Ende nach „Final Destination 5“?

Auch in der mittlerweile vierten Fortsetzung lautet die Frage daher nicht: „Ob?“, sondern nur „Wie?“, „Wann?“ und „Wer zuerst?“. Was vor gut einem Jahrzehnt als wendungsreiche Mischung aus Horrorfilm und Teenie-Thriller begann, hat sich mittlerweile mehr zu einer Aneinanderreihung möglichst grotesker „Mord“-Szenerien entwickelt, die auch beim Zuschauen ordentlich wehtun sollen. Der Reiz und das Neue des Originals sind längst verflogen, doch die Kreativität der Hollywood-Autoren scheint noch nicht an ihre Grenzen gestoßen zu sein, was das Ausmalen höchst schmerzhafter Bildfolgen angeht.

Doch kreativ hin und effektreich her – ob es wirklich nötig war, den ohnehin viel beschäftigten Sensenmann für Teil 5 der Reihe erneut mit soviel zusätzlichem Stress bei der Arbeit zu strafen, muss jeder Zuschauer selbst entscheiden. Natürlich bleibt es uns nicht erspart, „Final Destination 5“ allzu wirklichkeitsnah in 3D serviert zu bekommen. Wer den Kinostart am 25. August 2011 mit heilen Nerven übersteht, kann sich schon einmal auf Teil 6 und 7 freuen, die – einen zufriedenstellenden Erfolg des aktuellen Films an den Kinokassen vorausgesetzt – in einem Rutsch gedreht und unters wartende (?) Kinovolk gebracht werden sollen.

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Stef@n schreibt
am 4. Juli 2011 um 11:10 Uhr

Ich habe ja irgendwo aufgeschnappt, dass die Handlung von Teil 6 und 7 mit einem Unglücksfall zusammenhängen soll, dem einige wenige Menschen entkommen. Im Anschluss finden diese Überlebenden dann nach und nach ihr Ende, weil sich der Tod nicht betrügen lässt.

Könnte ganz spannend werden, wenn da nicht dieses Gefühl eines Déjà-Vus wäre… ;)

Im Ernst: Mittlerweile werden einst erfolgreiche Projekte derart breitgetreten, dass sie einem Kaugummi Konkurrenz machen können – mit dem feinen Unterschied, dass Letzterer sich einfacher wieder entfernen lässt.

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Lisa schreibt
am 12. Juli 2011 um 16:36 Uhr

Schlimm, dass den Leuten einfach nichts Neues mehr einfällt und alles bis zum Umfallen fortgesetzt, geremaked und gerebooted werden muss. Ich würde gern mal wieder etwas Originelles sehen.

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