John Carpenters „The Ward“: Deutschlandpremiere in Oldenburg
John Carpenters „The Ward“ wird beim 18. Internationalen Filmfest Oldenburg seine Deutschlandpremiere feiern. Die Geistergeschichte wird jedoch nicht das einzige Highlight sein, das auf die Zuschauer des Festivals wartet.
Mit „The Ward“ von Horror-Spezialist John Carpenter hat sich das Internationale Filmfest Oldenburg eine prestigeträchtige Premiere gesichert. Seinen offiziellen Kinostart begeht der Film am 29. September, doch Besucher des Filmfestivals haben bereits zwei Wochen vorher das unheimliche Vergnügen. „The Ward“ ist die erste Regiearbeit Carpenters bei einem Spielfilm seit „Ghosts of Mars“ 2001, die Erwartungen sind dementsprechend hoch. Doch die ersten Bilder wirken durchaus viel versprechend und könnten für schaurige Vorfreude bei seinen Fans sorgen.
John Carpenters „The Ward“: Geisterhorror mit Gänsehaut-Garantie
In „The Ward“ wird die junge Kristen neben einem brennenden Farmhaus aufgegriffen und in eine psychiatrische Anstalt gebracht. Während die Ärzte versuchen, herauszufinden, was tatsächlich geschehen ist, muss Kristen feststellen, dass nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Gegenwart ihre düsteren Geheimnisse bereithält. Insassen der Anstalt verschwinden auf geheimnisvolle Weise, und eine tödliche Gefahr rückt unaufhaltsam näher. Doch wer schenkt schon dem panischen Gestammel einer scheinbar Irren Glauben?…
Das Internationale Filmfest Oldenburg wird volljährig
Mit „The Ward“ ist dem Internationalen Filmfest Oldenburg zumindest ein Highlight bereits sicher. Zum 18. Mal findet das Festival nun statt und feiert damit seine Volljährigkeit, die nach empfindlichen Budgetkürzungen im letzten Jahr in großer Gefahr war. Auch 2011 sind die Finanzprobleme noch nicht ad acta gelegt, doch Filmfest-Direktor Torsten Neumann und seine Mannschaft lassen sich den Spaß an der fünftägigen Veranstaltung nicht nehmen. Längst genießt das Filmfest Oldenburg außerdem auch internationale Anerkennung und gehört zu den wichtigsten Independent-Filmfestivals der Welt.
In seiner 18. Ausgabe widmet es seine alljährliche Retrospektive dem kanadischen Regisseur Ted Kotcheff, der mit allein mit seinem Action-Drama „Rambo“ Filmgeschichte geschrieben hat. Ein anderer bekannter Name ist der von Matthew Modine („Full Metal Jacket“), der den Juryvorsitz beim „German Independence Award – Bester Deutscher Film“ übernehmen wird.
Weitere Höhepunkte des Programms beinhalten das Tribute für den Filmemacher, Schauspieler und Fotografen Roger Fritz, nostalgische Screenings von „Pippi Langstrumpf“ sowie die Deutschlandpremiere von Emilio Estevez’ Abenteuer-Komödie „The Way“, in der er selber neben Martin Sheen und Deborah Kara Unger, der letztjährigen Jurypräsidentin, eine Hauptrolle übernahm. Damit dürfte sich auch das 18. Internationale Filmfest Oldenburg trotz geringerem Budget und damit gekürztem Programm wieder als interessanter Termin für Filmfans anbieten können.