15. Apr

Marley: Dokumentation über eine Musik-Legende

„Marley“ ist, wie der Titel unschwer erkennen lässt, ein Film über die Musik-Legende Bob Marley, dessen musikalisches Erbe auch drei Jahrzehnte nach seinem Tod noch nachhallt.

Kevin MacDonald hat es sich hier als Regisseur zur Aufgabe gemacht, dem 1981 verstorbenen Bob Marley ein filmisches Denkmal zu setzen und sein Leben und Wirken noch einmal Revue passieren zu lassen. Der wahrscheinliche berühmteste Reggae-Musiker aller Zeiten schuf mit einigen seiner Songs zeitlose Klassiker, die selbst Jenen ein Begriff sind, die mit dieser Musikrichtung nur wenig anzufangen wissen. Wer also sein Wissen etwas auffrischen und mehr über „Marley“ erfahren möchte, sollte sich diese Dokumentation nicht entgehen lassen.

Mit „Marley“ in die Welt des Reggae eintauchen

Als Robert Nesta Marley 1945 in dem kleinen Ort Nine Mile auf Jamaika geboren wurde, ahnte dort wohl noch Niemand, dass hier einmal sein Grab zur berühmtesten Sehenswürdigkeit der Region und zu einer Pilgerstätte für Musikfans aus der ganzen Welt werden würde. Er wurde nicht nur zu einem der bekanntesten Söhne der Insel, sondern zum Mitbegründer einer einzigartigen Musikrichtung, geprägt von der reichhaltigen Kultur des Inselstaates. Als einer der wichtigsten Vertreter des Reggae und Botschafter der Rastafari-Bewegung ist Bob Marley auch heute noch eine Identifikationsfigur für unzählige Menschen auf der ganzen Welt und seine Musik ist längst in die Geschichte eingegangen.

Eben diese Faszination um den Menschen und Musiker Bob Marley versuchte der für „Ein Tag im September“ Oscar-prämierte Regisseur Kevin MacDonald in seiner mittlerweile 13. Dokumentation (seiner 15., zählt man zwei Kurzwerke mit) einzufangen. Für sein Portrait griff er auf zum Teil noch kaum gesehene oder sogar unveröffentlichte Archivnahmen zurück, verknüpfte Interviews mit Konzertmitschnitten und führt so tief hinein in die mitreißende, melodische Welt des Bob Marley, seiner Hits, seiner Lebenseinstellung und seiner Philosophie.

Dabei kommen gute Freunde und enge Vertraute des Jamaikaners ebenso zu Wort wie Marley selbst, sodass der Zuschauer einen vielfältigen Einblick in ein faszinierendes Leben erhält, das leider viel zu früh endete. Wenn Melodien wie die von „I Shot the Sheriff“ oder „No Woman, No Cry“ ertönen, wird wohl auch jeder Reggae-Unkundige zugeben müssen, Meilensteinen der Musikgeschichte zu lauschen, für die allein es sich lohnen könnte, „Marley“ im Kino anzuschauen. Die Dokumentation startet in Deutschland offiziell am 17. Mai 2012.

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