Mein Freund, der Delfin: Ein wahres Märchen
In „Mein Freund, der Delfin“ (OT: „Dolphin Tale“) erzählt Regisseur Charles Martin Smith die wahre Geschichte der Delfin-Dame Winter, die nach einem schweren Unfall durch die Hilfe eines Jungen zurück ins Leben fand.
Dabei darf Winter in „Mein Freund, der Delfin“ sogar selbst die tierische Hauptrolle übernehmen und ihre eigene Geschichte auf die große Leinwand bringen. Neben Jungschauspieler Nathan Gamble, der die Rolle von Winters engagiertem Freund Sayer übernimmt, stehen ihr auch bekannte Darsteller wie Morgan Freeman, Ashley Judd, Harry Connick Jr. und Kris Kristofferson zur Seite, während sie noch einmal jene Zeit erlebt, die vor wenigen Jahren nicht nur ihr eigenes Leben von Grund auf veränderte.
„Mein Freund, der Delfin“: Von wahren Kämpfernaturen
Als der junge Sawyer am Strand einen verwundeten Delfin findet, ahnt er noch nicht, welch emotionales Abenteuer ihm bevorsteht. Im Clearwater Marine Hospital kann der Delfin zwar zunächst gerettet werden, seine Schwanzflosse ist jedoch so schwer verletzt, dass sie amputiert werden muss. Doch wie soll Winter, wie der neueste Bewohner des Meeresinstituts genannt wird, ohne Flosse schwimmen und auf Dauer überleben können?
Für Sawyer gibt es keinen Moment des Zögerns, er will Winter helfen und sie aus ihrer Depression befreien. Kurzerhand macht er sich auf die Suche nach einem Experten für künstliche Prothesen und bringt ihn mit dem immer unglücklicher werdenden Tier zusammen. Doch kann dieser Plan, der für Viele schlicht irrwitzig erscheint, tatsächlich funktionieren? Und hat Winter überhaupt noch die Kraft, sich von ihrem schweren Trauma zu erholen?
Ein Tierfilm für kleine und große Kinofans
„Mein Freund, der Delfin“ erzählt eine anrührende Geschichte, die man umso intensiver miterlebt, hält man sich ihre wahre Natur vor Augen. Wahrscheinlich wurde das traurige, aber bemerkenswerte Schicksal der Delfin-Dame Winter noch etwas nach Hollywood-Maßstäben aufgehübscht, doch an Emotionen dürfte es auch so nicht gemangelt haben. Mit einer Erzählung, die unser Mitgefühl und unseren Beschützerinstinkt weckt, und dem Fokus auf einen tierischen Hauptdarsteller, der zur gleichen Zeit einen bewundernswerten Überlebenswillen und Stärke demonstriert, schafft Charles Martin Smith eben jene Mischung aus tierischem Spaß und Dramatik, die schon bei „Free Willy“ so gut funktioniert hat.
Damit empfiehlt sich „Mein Freund, der Delfin“ vor allem als Familienfilm, der mit seinem Kinostart am 15. Dezember 2011 die Herzen von kleinen und großen Tierfreunden erobern möchte. Ob dies unbedingt in 3D geschehen muss, darf man wohl bezweifeln, doch glücklicherweise kommt das tierische Abenteuer auch in der guten alten zweidimensionalen Variante in die Kinos.