7. Jun

Planet der Affen – Prevolution

„Planet der Affen – Prevolution“ ist der mittlerweile siebte Film, der lose auf dem gleichnamigen französischen Roman basiert. Die Idee, welche der Geschichte zugrunde liegt, ist heute noch so unheimlich wie fünf Jahrzehnte zuvor, und der neueste Film spielt deutlich mit der Angst des Publikums.

Mit „Planet der Affen – Prevolution“ beschert Regisseur Rupert Wyatt dem Kinopublikum ein Prequel zum Erfolgsfilm von 1968 und beantwortet damit Fragen, die sich Fans seit der Uraufführung von „Planet der Affen“ stellen. Doch wer das Original, mit dem alles seinen Anfang nahm, aus irgendeinem Grund noch immer nicht gesehen hat, sollte dies tun, bevor er  sich das aktuelle Abenteuer oder auch nur den Trailer dazu anschaut, sich Inhaltsangaben durchliest oder auf sonstige Art und Weise selbst die Pointe des Filmklassikers verdirbt.

„Planet der Affen – Prevolution“: Prequel zu einem Filmklassiker

Eine Gruppe von Wissenschaftlern, unter ihnen Will Rodman (James Franco), leistet Pionierarbeit in der medizinischen Forschung. Sie entwickeln ein Medikament, mit dem sich Gehirnzellen selbst regenerieren können. Sie testen ihr Mittel an Affen und sind schon bald von den Erfolgen ihrer Versuche begeistert. Doch die Experimente zeigen unerwartete Nebenwirkungen, als die Affen plötzlich eine extrem gesteigerte Intelligenz entwickeln und schließlich zur Bedrohung werden – nicht nur für die Wissenschaftler, sondern für die gesamte Menschheit…

1963 erschien der Roman „Planet der Affen“ des französischen Schriftstellers Pierre Boulle, und nur fünf Jahre später fand die grauenerregende Vision einer Welt, in der die Menschen die unterjochten Tiere sind, ihren Weg in die Kinos. Mit der ersten Verfilmung startete Regisseur Franklin J. Schaffer eine Reihe, die bis heute nichts von ihrer Faszination verloren hat. Kein Wunder also, dass nach dem 2001er Remake von Tim Burton sich nun eine weitere Film-Version mit der Erzählung befasst. „Planet der Affen – Prevolution“ erzählt die Vorgeschichte und versucht zu ergründen, wie es zu dem umgekehrten Weltbild kommen konnte.

Düstere Zukunftsvision: „Planet der Affen – Prevolution“

Es ist ein wenig wie bei „Titanic“, wo man schon vorher weiß, dass die Geschichte unaufhaltsam auf ein unglückliches Ende zusteuert. Der Kinogänger kennt beim Betrachten des Prequels bereits die düstere Zukunft, die auf die Protagonisten des Films wartet. So liegt die Kunst der Erzählung einer Geschichte, deren Ausgang längst vorbestimmt ist, nicht in möglichst vielen Wendungen und Überraschungen, sondern vielmehr darin, spannungsreich zu schildern, wie das geschieht, was nun einmal geschehen muss.

Die Effekte stammen von den Zauberern bei Weta Digital, die sich zunächst vor allem mit Projekten von Peter Jackson einen Namen machten und deren Können spätestens seit der „Herr der Ringe“-Trilogie Jedem bekannt ist. Wie damals bei Gollum diente auch für die tierischen Hauptdarsteller in „Planet der Affen – Prevolution“ Andy Serkis als Vorbild. Mithilfe des Motion Capture Verfahrens wurde das Mimikspiel des Schauspielers, der sich nach diversen digitalen Filmrollen mit der Methode mittlerweile bestens auskennt, in den Computer und auf die Gesichter der animierten Affen übertragen.

Was im Original „Rise of the Planet of the Apes“ heißt, wird im Deutschen mit dem Untertitel „Prevolution“ in die Kinos geschickt. Ob das Erzählen dieser möglichen Vorgeschichte zu einem der bekanntesten Klassiker des Science-Fiction-Genres nötig war, dürfen die Zuschauer ab dem 11. August 2011 entscheiden, wenn der Film seinen deutschen Kinostart begeht.

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