Shark Night 3D: Einfach mal das Hirn abschalten
Bei einem Titel wie „Shark Night 3D“ glaubt man natürlich nicht an großes Gefühlskino oder eine anspruchsvolle Erzählung – Und wenn man demnach seine Ansprüche weit herunter schraubt, dann bekommt man genau das, was man erwartet.
Denn „Shark Night 3D“ ist eine wahre Freude für Tierhorror-Fans, wunderbar plastisch bebildert und mit jeder Menge Jagdszenen versetzt, die ebenso Action-reich wie blutig ausfallen – Aber nach einer tiefgründigen Geschichte, Oscar-reifen Schauspielleistungen oder auch nur sinnvollen Dialogen darf man hier nicht zu akribisch suchen. Dafür bekommt man ein dreidimensionales Schlachtfest geliefert, das für Genre-Fans ein absolutes Muss darstellt, für alle Anderen jedoch ein eher dürftiges Spaß-Potenzial bereithält.
„Shark Night 3D“: Hai-Alarm im Kino
Eine Gruppe von College-Studenten zieht es für ein wildes Party-Wochenende weit weg von jeglichen Autoritäten oder irgendeiner Form von Verantwortung in ein Ferienhaus auf einer kleinen Insel irgendwo in einem See in Louisiana. Doch schon bald wird aus dem erhofften Spaß blutiger Ernst, als einer der jungen Leute von einem Hai angegriffen wird. Dass es sich hierbei nicht um einen unglücklichen Unfall handelte, wird ebenso schnell klar wie die Tatsache, dass sich die Freunde in höchster Gefahr befinden – und schon bald ums nackte Überleben kämpfen müssen.
Neues von David R. Ellis: „Shark Night 3D“
Hinter dem Projekt mit dem viel sagenden Titel stehen zum einen zwei Drehbuchautoren mit Fernseh- respektive gar keiner Erfahrung und ein Regisseur, der seine Filmographie bisher mit deutlich mehr Auftritten als Stuntman denn als bestimmender Mann hinter der Kamera füllte und zuletzt mit „Final Destination 4“ für Horror in den Kinosälen sorgte. David R. Ellis präsentiert mit „Shark Night 3D“ einen Tempo-reichen Reißer, in dem er seinen Ruf als Action- und Stuntspezialist zu verteidigen suchte.
So glänzt der Streifen mit einigen guten 3D-Effekten, welche die tierischen Hauptdarsteller in ihrer rasanten Jagd in Szene setzen, die zumindest den Protagonisten auf der Leinwand keine Atempause gönnen. Ob der Zuschauer ebenso atemlos zurückbleiben wird, bleibt abzuwarten. Genre-Fans dürften wie gesagt großen Spaß am neuesten Werk des Regisseurs von „Snakes on a Plane“ haben, allen Anderen könnte das Spektakel jedoch zu trashig werden. Wer sich dennoch in diese Hai-verseuchten Gewässer wagen möchte, sollte sich den Kinostart am 01. Dezember 2011 schon einmal vormerken.