Sucker Punch: phantastische Flucht aus der Anstalt
„Sucker Punch“ ist der neueste Streich von Zack Snyder, dessen Name den Kinogängern spätestens seit „Dawn of the Dead“ ein Begriff ist. Nun entführt er den Zuschauer in eine phantastische Traumwelt, die er selbst als „Alice im Wunderland mit Maschinengewehren“ beschrieb.
„Sucker Punch“ ist ein in Snyder-Original, denn der Regisseur hat die Geschichte zu diesem Epos selbst erdacht, mit Co-Autor Steve Shibuya das Drehbuch verfasst und es sich auch noch auf dem Produzentenstuhl gemütlich gemacht. Die für ihn inzwischen typisch gewordene Bildgewalt bestimmt auch hier das Geschehen, die Story wird inmitten der visionären Traumwelt fast zur Nebensache.
„Sucker Punch“: phantastische Flucht aus der Anstalt
Die Grundidee von Zack Snyders „Sucker Punch“ ist einfach: ist die Wirklichkeit zu grausam, schaffe dir deine eigene Realität! Dieser Aufforderung kommt auch die junge Babydoll nach, die von ihrem Stiefvater in eine Nervenheilanstalt geschickt wurde, wo sie nun gegen ihren Willen festgehalten wird. Das Mädchen, das in seinem jungen Leben schon so viel Leid ertragen musste, will sich der scheinbaren Ausweglosigkeit seiner Situation nicht kampflos ergeben. Sie schafft sich eine Phantasiewelt als Ausweg aus der düsteren Realität und bringt auch vier andere Insassen der Anstalt dazu, sich ihr anzuschließen. Gemeinsam begeben sich die fünf Mädchen auf eine phantastische Reise, deren Vollendung ihre endgültige Befreiung verspricht…
Zack Snyders „Sucker Punch“: visionäre Wunderwelt
Mit „Watchmen“, „300“ und selbst mit seinem Animationsfilm „Die Legende der Wächter“ hat Zack Snyder sich einen Ruf als fähiger Architekt phantastischer Bildwelten erarbeitet. In „Sucker Punch“ treibt er dies auf die Spitze, denn losgelöst von der Wirklichkeit sind die Protagonistinnen frei von jeglichen physischen Fesseln und bewegen sich mühelos durch eine Welt, in der Alles möglich scheint. In der Realität sind sie gefangen, doch in ihrer Vorstellung sind sie frei. Snyder entfacht in seinem Fantasy-Actionfilm ein opulentes Feuerwerk, das diesmal jedoch nicht nur von den Bildern, sondern ebenso von der Musik getragen wird.
Fragt sich nur, ob bei all der Bildgewalt der Plot nicht zu kurz kommt. Die Reise der Mädchen scheint zumindest wohl strukturiert und die zugrunde liegende Geschichte wirft bereits zu Beginn des Films erste moralische Fragen auf. Ob die gesamte Erzählung so interessant ist, wie es die Optik verspricht, davon kann sich jeder selbst überzeugen: deutscher Kinostart ist der 31. März 2011.