In „Anonymus“ zeichnet Roland Emmerich eine Verschwörung um einen der berühmtesten Schriftsteller aller Zeiten: War William Shakespeare in Wirklichkeit ein Betrüger, der die Werke eines Anderen als die seinen ausgab?
Das Historiendrama „Anonymus“ ist auf den ersten Blick ein eher ungewöhnliches Werk für den Welten-Zerstörer Roland Emmerich, der sich hier zur Abwechslung einmal nicht um den Ruin unseres Planeten kümmert, wie er es in seinen vielen Katastrophenfilmen bereits mehrfach getan hat. Dafür reißt er eine Weltanschauung nieder, in welcher der Engländer William Shakespeare als eines der größten literarischen Genies aller Zeiten gilt, richtet so manchen Glauben an die schönen Künste zugrunde und verwüstet das stolze Bild der traditionsreichen Welt des Theaters.
Taylor Lautner spielt in „Atemlos – Gefährliche Wahrheit“ seine erste große Rolle neben jener des liebeskranken Werwolfs in der berühmt-berüchtigten „Twilight“-Saga, die ihr Ende erst nächstes Jahr finden wird.
In dem Thriller „Atemlos – Gefährliche Wahrheit“ will Taylor Lautner beweisen, dass er mehr kann als nur wild entschlossen dreinzuschauen und regelmäßig sein Shirt zwecks Muskel-Schau zu lüften. Der Jungschauspieler wagt sich hier auf Action-reiches Terrain und muss sich nicht nur inmitten einer gnadenlosen Hetzjagd, sondern auch neben gestandenen Kollegen wie Alfred Molina, Sigourney Weaver, Jason Isaacs und Maria Bello behaupten.
John Carpenters „The Ward“ wird beim 18. Internationalen Filmfest Oldenburg seine Deutschlandpremiere feiern. Die Geistergeschichte wird jedoch nicht das einzige Highlight sein, das auf die Zuschauer des Festivals wartet.
Mit „The Ward“ von Horror-Spezialist John Carpenter hat sich das Internationale Filmfest Oldenburg eine prestigeträchtige Premiere gesichert. Seinen offiziellen Kinostart begeht der Film am 29. September, doch Besucher des Filmfestivals haben bereits zwei Wochen vorher das unheimliche Vergnügen. „The Ward“ ist die erste Regiearbeit Carpenters bei einem Spielfilm seit „Ghosts of Mars“ 2001, die Erwartungen sind dementsprechend hoch. Doch die ersten Bilder wirken durchaus viel versprechend und könnten für schaurige Vorfreude bei seinen Fans sorgen.
In „Melancholia“ zeichnet Lars von Trier das verstörende Bild des Weltuntergangs, wie er schöner anzuschauen nicht sein könnte. In traumhaften Bildern erzählt er eine Geschichte von Depressionen und dem Ende der Welt, dem jede Menge großer Namen beiwohnen.
Das Drama „Melancholia“ wird sich höchstwahrscheinlich in die Tradition der Werke von Lars von Trier einreihen, die seit jeher für reichlich Diskussionen sorgen. Einig waren sich Kritiker wie Zuschauer selten, der Däne ist immer ein Garant für Kontroversen. Ob mit schockierenden Geschichten, brutalen Bildwelten oder unangemessenen Äußerungen – Der Regisseur trifft nicht immer den Nerv seiner Zeit, doch jedes Mal genau ins Schwarze, wenn es darum geht, zu polarisieren.
In „Warrior“ treten Tom Hardy und Joel Edgerton als Brüder gegeneinander in den Boxring. Damit wird der Film gleichermaßen zum Boxer- und Familiendrama, bewegende Emotionen wechseln mit knallharter Kampfsport-Action.
Mit „Warrior“ bringt Regisseur Gavin O’Connor einen Action-Film ins Kino, der sich mit seinem Sportler/Familien-Thema in guter Gesellschaft befindet. Während „The Fighter“ mit Mark Wahlberg langsam wieder aus den Kinos verschwindet, übernehmen die Gebrüder Klitschko in der gleichnamigen Dokumentation die Herrschaft über den Kino-Ring. Bis „Warrior“ seinen deutschen Kinostart begeht, dürften diese Genre-Kollegen die Zuschauer also genügend eingestimmt haben, um im Kinosaal die nötige Begeisterung hervorzurufen.
Brad Pitt spielt in „The Tree of Life“ einen Vater, der seine Söhne mit strenger Hand auf ein hartes Leben vorbereitet. Oscar-Preisträger Sean Penn ist in diesem atmosphärisch intensivem Drama als sein erwachsener Sohn zu sehen.
„The Tree of Life“ mit Brad Pitt und Sean Penn ist ein Familiendrama, das auch phantastische Elemente über die Geburtsstunde der Erde in sich birgt. Drehbuchautor und Regisseur Terrence Malick gewann für seinen Film gerade erst die Goldene Palme bei den Filmfestspielen in Cannes 2011. Als er mit „In der Glut des Südens“ 1978 das erste Mal einen Film in diesen Wettbewerb schickte, gewann er prompt den Preis für den Besten Regisseur.
Mel Gibson zeigt neben Jodie Foster, die nicht nur als weibliche Hauptdarstellerin, sondern auch als Regisseurin fungierte, seine tragisch-komische Seite. „Der Biber“ erzählt von einem Mann, der auf unkonventionelle Weise versucht, einen Weg aus seinen tiefen Depressionen heraus zu finden.
Mel Gibson zeigt unter der Regie von Jodie Foster, was noch in ihm steckt. Der Schauspieler begeisterte mit vielen Filmen und löste mit anderen große Empörung aus. Dank „Mad Max“ und „Leathal Weapon“ war er lange Zeit gut im Geschäft. Als Produzent und Regisseur nahm er sich dann immer ambitioniertere Projekte vor, die mit der Zeit eine ganz neue Seite von ihm zeigten, und spätestens seit seinem umstrittenen Bibelfilm „Die Passion Christi“ ist Mel Gibson sein einstiges Image als sorgloser und charmanter, wenn auch leicht abgedrehter Action-Held endgültig abhanden gekommen. In „Der Biber“ will er nun von jeglichem Rummel über seine diversen zweifelhaften Äußerungen Abstand nehmen und allen zeigen, dass er noch immer ein ernst zu nehmender Schauspieler ist.
„The Fighter“ mit Mark Wahlberg, Amy Adams, Christian Bale und Melissa Leo basiert auf der wahren Geschichte des Boxer „Irish“ Micky Ward und präsentiert sich so gleichzeitig als Biographie, Boxer-Film und Drama.
„The Fighter“ konnte die meisten Kritiker bereits für sich gewinnen und auch in den amerikanischen Kinos war er ein Erfolg, spielte er doch dort bereits fast das Vierfache seines Budgets wieder ein. Sieben Oscar- und sechs Golden Globe-Nominierungen heimste der Streifen ein, jeweils zwei Trophäen konnten Bale und Leo dann auch mit nach Hause nehmen. Produziert wurde der Film unter anderem von Darren Aronofsky, der als Regisseur von „Black Swan“ kürzlich selbst für Furore gesorgt hat.
„Winter’s Bone“ erzählt von der entschlossenen Suche einer jungen Frau nach ihrem kriminellen Vater und zeigt sich dabei als mitreißendes Sozialdrama mit einer beeindruckenden Hauptdarstellerin.
Debra Graniks Roman-Verfilmung „Winter’s Bone“ ist eine der Überraschungen der vergangenen Award-Saison. Mit einem vergleichsweise kleinen Budget rang das Drama vielen großen Filmen unzählige Nominierungen ab und konnte viele Preise – beispielsweise beim Sundance Film Festival oder auf der Berlinale – einheimsen, auch wenn es letztlich bei der wichtigsten Verleihung leer ausging. Ende März startet der Film auch in den deutschen Kinos.