Mit den Nominierungen für die Academy Awards 2012 ist der Höhepunkt der aktuellen Filmpreis-Saison eingeleitet worden. Mit Spannung erwarten wir nun die Verleihung am 26. Februar.
Nur eine gute Woche nach der Verleihung der Golden Globes wurden nun die Nominierungen für die Academy Awards 2012 bekannt gegeben. In vielerlei Hinsicht halten sich die Oscars an eine ähnliche Linie wie andere Filmpreise, die im Laufe der vergangenen Wochen an jede Menge glückliche Gewinner verteilt wurden. Doch die Academy of Motion Picture Arts and Science hat bei ihrer Bekanntgabe auch mit ein paar Überraschungen aufgewartet, über die sich Manche freuen und Andere fürcherlich ärgern dürften.
Academy Awards 2012: Die Königskategorien
Spannend wird es im Februar vor allem in Sachen bester Film, denn gleich neun Streifen gehen in diesem Jahr ins Rennen um die begehrte Trophäe. Gute Chancen ausrechnen können sich die bereits bei den Golden Globes ausgezeichneten Filme „The Artist“ und „The Descendants“, auch für „Die Eiserne Lady“ sieht es gar nicht so schlecht aus. Überraschend waren vielleicht die Nominierungen von „The Help“ oder „Die Kunst zu gewinnen – Moneyball“, doch obwohl erstere zu einem Publikumsliebling avancierte, ist die Wahrscheinlichkeit für einen tatsächlichen Gewinn wohl eher gering. Die übrigen Nominierungen in der Kategorie bester Film verfallen auf „Gefährten“, „Extrem laut und unglaublich nah“, „Hugo Cabret“, „The Tree of Life“ und „Midnight in Paris“.
Gestern war es soweit: Die Hollywood Foreign Press Association (HFPA) gab die Nominierungen für die 69. Golden Globe Awards bekannt und brachte damit die neue Filmpreis-Saison endgültig zum Laufen.
Traditionell gelten die Golden Globe Awards als richtungsweisend für viele andere Film- und Fernsehpreise, natürlich auch für den Prestige-trächtigsten unter ihnen – den Oscar. Mit der Verkündung der Nominierten für die 69. Ausgabe der Preisverleihung setzten die Globes damit einmal mehr ein entscheidendes Zeichen für Filmemacher und Publikum gleichermaßen, denn allein für diesen Film- und Fernsehpreis in Erwägung gezogen zu werden, zahlt sich in der Regel bereits aus.
In der Film- und Serienindustrie ist anscheinend das Märchenfieber ausgebrochen. Gleich zwei Verfilmungen von „Schneewittchen und die 7 Zwerge“ werden derzeit produziert, als erstes startet „The Brothers Grimm: Snow White“ in den deutschen Kinos.
„The Brothers Grimm: Snow White“ ist wohl der offizielle „deutsche“ Titel von Tarsem Singhs „Mirror Mirror“ und lässt uns wieder einmal über die verworrenen Gedankengänge rätseln, die um die Deutschland-Vermarktung von ausländischen Filmen kreisen. Warum man sich einen neuen englischen Titel ausdenken muss, statt beim Original zu bleiben oder dieses einfach zu übersetzen, werden Außenstehende wohl nie begreifen. Aber jenes Rätsel wollen wir an dieser Stelle nicht lösen, widmen wir uns vielmehr der märchenhaften Entwicklung, die nicht nur Hollywood erfasst zu haben scheint.
King Kong, der König aller Affen, soll nur wenige Jahre nach seinem letzten Kinoauftritt wieder ganz groß rauskommen. 20th Century Fox plant offenbar eine Neuversion der Geschichte, die dem Zuschauer eine vollkommen neue Perspektive vermitteln soll.
Das Kino-Comeback von King Kong ist ein weiteres Beispiel für die Remake- und Reboot-Welle, die Hollywood zur Zeit auf die Kinowelt loslässt. Und Primaten scheinen ohnehin gerade schwer angesagt zu sein, steht doch der Kinostart des mit gemischten Gefühlen erwarteten „Planet der Affen – Prevolution“, ebenfalls von 20th Century Fox produziert, vor der Tür. Eine Neuauflage der Tragödie um den wohl berühmtesten Affen der Filmgeschichte scheint in diesem Kontext fast schon logisch. Aber eben nur fast.
Arnold Schwarzenegger hat offiziell als Gouverneur von Kalifornien ausgedient. Die Frage, ob er nun in Rente gehen soll, hat sich wohl nie gestellt, denn er bastelt bereits fleißig an seinem Kino-Comeback.
Gute sieben Jahre lang war Arnold Schwarzenegger der mächtigste Mann in der politischen Szene Kaliforniens. Nun will er wieder in seine alte Rolle als stärkster Mann in Hollywood zurückkehren. Von den einstigen Muskelbergen könnte inzwischen zwar deutlich weniger übrig sein, das Schauspielern dürfte er während seiner Amtszeit aber wohl kaum verlernt haben – schließlich präsentieren Politiker selbst auch immer irgendwie nur eine Rolle.
Die 61. Berlinale findet vom 10. Februar bis zum 20. Februar 2011 statt. In diesen Tagen wird ein Hauch von Hollywood durch die deutsche Hauptstadt wehen und die Stars und Sternchen werden sich die Klinke in die Hand geben.
Der Festivaldirektor Dieter Kosslick und die Leiter der Sektionen haben das Berlinale-Programm lange geheim gehalten. Nun ist es raus! Die Internationalen Filmfestspiele werden ungefähr 400 aus den verschiedensten Ländern präsentieren. Darunter werden auch zahlreiche Weltpremieren sein.
Die Berlinale 2011 wird durch den Western und der Literaturverfilmung „True Grit“ von Joel und Ethan Coen eröffnet. Den Wettbewerb in der Sektion Generation 14plus wird der australischen Film „Griff The Invisible“ beginnen und den Auftakt in der Generation Kplus macht der norwegische Film „Jørgen + Anne = Sant (Totally True Love)“.