14. Feb

The Cabin in the Woods

Der Horrorfilm “The Cabin in the Woods”, der unter anderem aus der Feder von Joss Whedon stammt, erzählt von einem tödlichen Geheimnis in einer – so verspricht es schließlich der Titel – Hütte im Wald.

Dabei ist die Prämisse des Films – Fünf Freunde landen auf einer Reise in einer verlassenen Waldhütte und müssen feststellen, dass hier schlimme, schlimme Dinge passieren – ja bei Weitem nichts Neues. Doch die Macher von „The Cabin in the Woods“ versprechen, dass die Geschichte hier eine noch unbekannte Wendung nimmt und ihr Film ganze neue Dimensionen des Horror-Genres ausloten könnte. Ist das selbstbewusster Optimismus oder nur eine gute Werbestrategie? Herausfinden können wir das leider nur, indem wir uns den Film selbst im Kino ansehen, doch dafür müssen wir noch einige Wochen warten. Zeit genug, sich schon so manchen Gedanken zu machen.

„The Cabin in the Woods“: Ein mörderischer Urlaub

Fünf Freunde (unter anderem Chris „Thor“ Hemsworth) machen sich auf den Weg zu einer einsam gelegenen Hütte. Um dem Alltag einmal vollkommen zu entkommen, haben sie sich ein Feriendomizil ausgesucht, das möglichst weit von jeglicher Zivilisation entfernt ist. Doch schon bald müssen sie feststellen, dass hier merkwürdige Dinge vor sich gehen und längst nicht alles so harmlos ist, wie es in der trügerischen Waldidylle zunächst erscheint. Und wenn in der Einöde jeder Hilfeschrei ungehört verklingt und man selbst seinem eigenen Urteilsvermögen nicht mehr trauen kann, bleibt nur noch die Hoffnung auf ein Wunder…

Im Wald nichts Neues – Oder doch Alles anders?

Wo genau das Innovative der Geschichte von Drehbuchautor Joss Whedon sowie Co-Autor und Regie-Debütant Drew Goddard liegt, offenbart sich hier noch nicht, und auch der Trailer lässt bislang kaum in unbekannte Sphären des Horror blicken. Allerdings kann man anhand einiger Werbeplakate vermuten, dass der Film mit einigen typischen Genre-Klischees aufräumen und sie neu definieren will. So heißt es unter anderem: „If an old man warns you not to go there – Make fun of him.“ oder “If something is chasing you – Split up.” Dies sind natürlich die stereotypischen Reaktionen von Horrorfilm-Protagonisten, die man schon so oft in unzähligen Varianten gesehen hat und die im vorliegenden Fall neuartig interpretiert werden sollen.

Ob der Streifen damit punkten kann? Wir lassen uns in dieser Hinsicht gern überraschen und eines Besseren belehren, wenn „The Cabin in the Woods“ am 14. Juni 2012 in den deutschen Kinos startet. Dann sind fast drei Jahre seit dem Ende der Dreharbeiten vergangen. Zunächst wurde in der Postproduktion der Plan entworfen, den Film in 3D umzuwandeln, anschließend machten finanzielle Probleme des Studios den Kinostart immer wieder unmöglich. Doch nun kann die dreidimensionale verhängnisvolle Reise zu der doch nicht so verlassenen Hütte, der wir als Zuschauer aus unserem sicheren Kinosessel heraus beiwohnen, endlich losgehen.

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Filmliebhaber-Tom schreibt
am 22. Mai 2012 um 15:43 Uhr

Was lange „gärt“ wird letztendlich gut.
Eigentlich bereits für 2010 angekündigt verschob sich die Kinoauswertung zu „The Cabin in the Woods“, aufgrund des Finanzdebakels seitens MGM´s, um fast 2 Jahre.
Jetzt hat es Drew Goddards („Buffy“, „Lost“) Regiedebüt dank „Lionsgate“ doch noch in die weltweiten Lichtspielhäuser geschafft – und das sogar vollkommen zu recht.
Für interessierte Horrorfilmfreunde IST „The Cabin in the Woods“ eindeutig Pflichtprogramm, handelt es sich doch hier um vollkommen überdrehtes und hübsch gefilmtes Effekt-Kino der Spitzenklasse. Die erste Filmhälfte punktet mit typischen Teenie-Horror-Kino in Kombination mit selbstironischen „Scream“-resken Humor. Im zweiten, und vollkommen haarsträubend-überraschenden, Filmpart kommt dann gehörig die Splatter-Fraktion auf ihre Kosten. Hier wird gemeuchelt, geschlitzt und geschossen was das Produktionsbudget und die CGI-Effekt-Kiste hergibt. Ein Freudenfest für alle Fans des düsteren Genres. Um eine Fortsetzung wird dringend gebeten – anhand des rentablen Erfolgs an den weltweiten Kinokassen gar nicht so unwahrscheinlich.

Fazit: 8/10 Punkte.

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