Und noch ein Remake: Total Recall 2012
Im August startet „Total Recall“ in einer Neufassung, in welcher Colin Farrell in die Rolle des Doug Quaid schlüpft, die einst Arnold Schwarzenegger bekleidet hatte.
Damit wird die lange Reihe von Hollywood-Remakes fortgesetzt, von der man schon kaum noch weiß, wie sie eigentlich begonnen hat, und deren Ende (leider!) noch lange nicht abzusehen ist. Doch warum man sich an altbekannte Stoffe wagen und geliebte Geschichten noch einmal neu aufrollen muss, ja ob moderne Versionen von Kult-Streifen wie eben „Total Recall“ aus dem Jahre 1990 überhaupt gewünscht werden, soll hier nicht diskutiert werden. Sehen wir uns stattdessen einmal an, was die 2012er-Variante unter der Regie von Len Wiseman zu bieten hat.
„Total Recall“: Colin Farrell erlebt eine Überraschung
Douglas Quaid ist ein durchschnittlicher Fabrikarbeiter und nicht so richtig zufrieden mit diesem Dasein. Um ein wenig Pep in sein Leben zu bringen, begibt er sich zu Rekall, einer Firma, die sich auf eine ganz besondere Dienstleistung spezialisiert hat: Sie schafft Erinnerungen. Wer schon immer einmal wissen wollte, wie man sich als Geheimagent oder Superheld fühlt, kann sich die Erinnerung an ein ebensolches Dasein implantieren lassen.
Als Doug jedoch selbst auf dem Behandlungsstuhl Platz nehmen will, wird er plötzlich vom aufgebrachten Geschäftsführer mit einer Waffe bedroht, just in dem Moment, in dem ein Sondereinsatzkommando den Laden stürmt und Quaid verhaften will. Doch der entwickelt plötzlich ungeahnte kämpferische Fähigkeiten und entledigt sich binnen kürzester Zeit sämtlicher Gegner. Verwirrt und vor sich selbst erschrocken beginnt Doug, an sich selbst zu zweifeln, und erste Nachforschungen zeigen schnell: Sein Leben ist längst nicht so langweilig, wie er bis dato glaubte…
Was ist wirklich, was ist Fiktion?
Auch in der Neuversion von „Total Recall“ mischen sich Action, Spionage-Thriller und ein Hauch Science Fiction zu einer explosiven Mischung, in der dieses Mal Colin Farrell für die Initialzündung verantwortlich ist. Zweifelsohne gibt er der Figur eine deutlich andere Note, als es Schwarzenegger mehr als zwei Jahrzehnte zuvor getan hatte, und auch die Rolle seiner Frau, einst bekleidet von Sharon Stone, bekommt nun durch Kate Beckinsale wortwörtlich ein neues Gesicht. Wie üblich wurde an der Geschichte selbst ebenfalls ein wenig herumgeschraubt, doch die Grundidee ist immer noch dieselbe.
Viele Fans des Originals werden womöglich trotzdem dankend darauf verzichten, die Neufassung im Kino zu begutachten, sodass hier wohl eher eine neue Generation als Zielpublikum anvisiert werden muss. Offiziell startet „Total Recall“ in Deutschland 16. August 2012, dann sollte der Film besser beweisen, dass sich Remakes tatsächlich lohnen können und nicht nur leidlich aufgewärmt wirken müssen, wie es in den vergangenen Kinojahren leider so manches Mal der Fall war.