Warrior: Zwei Brüder als Gegner im Ring
In „Warrior“ treten Tom Hardy und Joel Edgerton als Brüder gegeneinander in den Boxring. Damit wird der Film gleichermaßen zum Boxer- und Familiendrama, bewegende Emotionen wechseln mit knallharter Kampfsport-Action.
Mit „Warrior“ bringt Regisseur Gavin O’Connor einen Action-Film ins Kino, der sich mit seinem Sportler/Familien-Thema in guter Gesellschaft befindet. Während „The Fighter“ mit Mark Wahlberg langsam wieder aus den Kinos verschwindet, übernehmen die Gebrüder Klitschko in der gleichnamigen Dokumentation die Herrschaft über den Kino-Ring. Bis „Warrior“ seinen deutschen Kinostart begeht, dürften diese Genre-Kollegen die Zuschauer also genügend eingestimmt haben, um im Kinosaal die nötige Begeisterung hervorzurufen.
„Warrior“: Tom Hardy vs. Joel Edgerton
Altstar Nick Nolte spielt in „Warrior“ einen Vietnam-Veteran und Ex-Boxer, der vor vielen Jahren seine Familie durch seinen exzessiven Alkoholismus auseinander getrieben hat. Mittlerweile ist er wieder trocken und voller Reue und nimmt daher sofort die Gelegenheit war, seinen jüngsten Sohn zu trainieren, als der aus dem Irak-Krieg heimkehrt. Tom (Tom Hardy) will sich durch den Kampfsport ablenken, um nicht an die Erlebnisse im Krieg denken zu müssen, und so stürzt er sich voller Eifer in die Aufgabe.
Langsam finden die einst entfremdeten Familienmitglieder wieder zueinander; Doch als auch Toms älterer Bruder Brendan (Joel Edgerton) beginnt, für das selbe Martial-Arts-Turnier zu trainieren, drohen die fragilen Familienbande, erneut zu zerreißen – erst recht, als sich die beiden Brüder schließlich im Ring gegenüber stehen…
Nick Nolte wieder in Action in „Warrior“
Die Geschichte folgt vielen der gängigen Vorgaben aus Kampfsport-Filmen, zeigt eine Genre-typische Dramaturgie und legt vor allem viel Wert auf authentische Kampfsequenzen, die in Zusammenarbeit mit einem Profi der Mixed Martial Arts entstanden sind. Nach der psychischen Tortur in „Inception“ musste sich Hauptdarsteller Tom Hardy nun also physisch quälen lassen. Er trainierte sich reichlich Körperfett ab und umso Muskeln an, ebenso wie sein Film-Bruder Joel Edgerton („King Arthur“). Doch die harte Arbeit hat sich sichtlich gelohnt, denn die ersten Bilder versprechen einen visuell anspruchsvollen Kampfsport-Film.
„Warrior“ ist eine Action-reiche Hymne an den eisernen Willen und das Durchhaltevermögen von Spitzenathleten, gleichzeitig aber auch ein mitreißendes Drama, welches dem Zuschauer den Wert von familiärem Zusammenhalt eindringlich vor Augen führt. Die Spannung ist sowohl im Ring als auch davor stets auf höchstem Niveau, eine Verschnaufpause gibt es für die Protagonisten zu kaum einem Zeitpunkt. Ob die Nerven der Zuschauer ebenso beansprucht werden, zeigt sich ab dem 02. Februar 2012, wenn der Film bei uns in die Kinos kommt.